Genuss in der Beziehung: Dieser Spruch von Kurt Tucholsky ist für mich sehr passend. Für das Leben allgemein. Und für Paarbeziehungen im Speziellen.

Der Genuss in der Beziehung kommt meist zu kurz, wir hinterfragen und analysieren immer mehr. Warum?

Warum uns die Suche nach dem WARUM vom Genuss in der Beziehung fern hält

Ich erlebe es in meiner Praxis immer wieder, dass zumindest zu Beginn die Frage nach dem WARUM im Raum steht. Wir sind in Deutschland halt eine Wissensgesellschaft und darauf getrimmt, Antworten auf all unsere Fragen und Herausforderungen zu finden.

Und so kommen die Paare zu mir in die Praxis und wollen häufig als Teil meines Auftrages, dass ich die Antwort liefern kann. Doch was passiert, wenn wir unseren Fokus auf das WARUM legen?

Das Defizit bekommt damit alle Aufmerksamkeit.

  • Wie kann ich es abstellen?
  • Was muss ich tun, um es zu vermeiden etc.

Das ist ja grundsätzlich nicht verkehrt.

Auf Dauer bleibst du damit jedoch in der negativen Energie. Keine Angst, nun geht es mir nicht darum, wie du es schaffst auf Biegen und Brechen positiv zu denken.

Was denn bitte dann?

Ein Weg ist es, sich der eigenen Stärken und der Stärken deines Partners bewusst zu werden – auf Dauer kannst du dies Thema mit dem Stärkentag gut erfahren. Und dann darüber zu sprechen.

Immer wieder erlebe ich, wie überrascht die Paare sind, wenn sie sich das erste Mal darüber austauschen. Es wird stiller und beide erinnern sich, warum sie sich einmal füreinander entschieden haben.

Mit dieser Energie ist es dann möglich, ganz anders auf die Problemsituation zu schauen.

Und was hat das denn nun bitte mit Tucholsky zu tun?

Na ja ganz einfach: Durch den dauerenden Blick auf den Mangel übersiehst du das, was du hast. Und verlierst die Wertschätzung dafür.

Durch unseren ausgeprägten Forscherdrang genießen wir nicht mehr die Dinge, die wir haben. Wir sind auf der Suche. Häufig auch aus der Angst vor dem was kommt, wenn die gute Phase vorbei ist. Wenn es einmal nicht so gut laufen sollte. Kommt dir das bekannt vor?

Wenn du diesen Kreislauf zumindest ab und an unterbrichst, wirst du erstaunt sein, wie einfach dein Leben sein kann. Und du wirst ein vielleicht lange nicht mehr empfundenes Glücksgefühl in dir wahrnehmen. Denn für die meisten sind es eher die kleinen Dinge, die uns glücklich machen. Die auch dein Herz vor Freude hüpfen lassen.

Missverständnisse

Es geht mir nicht darum, dass du nun alles in deinem Leben schön reden sollst. Vor allem nicht das, was gerade überhaupt so gar nicht schön ist. Das wäre ein ganz großes Missverständnis.

Es ist geradezu wichtig, dass du deine Wünsche und Bedürfnisse ganz genau kennst. Und die deines Partners ebenfalls. Denn nur so könnt ihr beide dafür Sorge tragen, dass diese einen Platz in eurer Beziehung finden können. Darüber habe ich in diesen beiden Artikeln, regelmäßiges Beziehungsupdate und Beziehung aktiv und ehrlich gestalten, ja auch schon geschrieben.

Denn ansonsten ist es wie bei einem Navi. Wenn du kein Ziel eingibst, hast du immer das Gefühl nicht angekommen zu sein.

  • Doch was ist denn überhaupt das Ziel deiner Beziehung?
  • Und was ist das Ziel aus Sicht deines Partners?

Weitere Tipps für eure Liebe

Wenn du dir auf diese Fragen eine Antwort geben willst – und deinem Partner auch (und natürlich auch umgekehrt), dann könnte dich die Wunschbeziehung bzw. das Bild der Paarvision interessieren.

Und ja, es gibt auch ganz viele Momente im Leben, wo es gerade in der Paarbeziehung schön ist, einfach mal kein Ziel zu haben. Genau den Augenblick zu leben und zu genießen. Keine Pläne zu machen.

Es gibt Phasen in jeder Beziehung. Und so verändern sich Beziehungen auch in Zyklen. Und auf einmal können Ziele doch sinnvoll und wichtig sein. Z.B. wenn es um einen nächsten Schritt geht in eurer Beziehung geht.

Genuss in der Beziehung: 3 Dinge, die du nun tun kannst

Genieße dein Leben. Ja, ich weiß, dass dies nicht immer und nicht zu jedem Zeitpunkt in deinem Leben so sein kann. Doch glaube mir: Aus der Erfahrung in meiner Praxis weiß ich, wie oft die Paare irgendwelchen Bildern und Zielen hinterherlaufen, die sich längst überholt haben. Oder die sie von ihren Eltern übernommen haben. Sie sind sich darüber nur nicht bewusst geworden. Vielleicht kommt auch dir dies nicht so ganz unbekannt vor.

Also könntest du als Zweites dir deiner eigenen Ziele, Wünsche und Bedürfnisse bewusst werden und darüber mit deinem Partner sprechen. Wie du das Gespräch suchst, dazu habe ich im Artikel “Streit in der Beziehung auflösen” schon einmal etwas geschrieben.

Und so ist Kurt Tucholsky mit seiner Aussage zu einem guten Stück doch tatsächlich ein Beziehungsexperte. Oder was meinst du?

Welche Erfahrungen hast du gemacht?

Ich freue mich, wenn du mir deine Erfahrungen per Mail mitteilen magst.

Hast du Fragen zu Genuss in der Beziehung? Schick sie mir, ich beantworte sie gerne, vielleicht auch (anonym) als Blogartikel!

Wünschst du dir individuelle Betreuung und Begleitung? Wir Menschen sind alle unterschiedlich, so dass ein Artikel dir die Zeit gibt, einmal über dich und deine Beziehung nachzudenken. Aber vielleicht bietet er dir nicht die Lösung für dich, dann bleibt die individuelle Zusammenarbeit.

Nimm gerne Kontakt mit mir auf und lass uns miteinander sprechen. Dann finden wir die Zeit, damit sich deine Beziehung zur besten deines Lebens entwickeln kann.

Alles Liebe, viel Genuss und Gelassenheit

Olaf

 

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