Mara Stix hat zu einer Blogparade zum Thema Dankbarkeit aufgerufen. Das greife ich gerne auf, da ich um die Wichtigkeit dieses Themas weiß.

Und das aus zweierlei Gründen: Dankbarkeit hat zu Veränderungen in meinem Leben geführt und Dankbarkeit hat eine zentrale Bedeutung in Beziehungen. Bestimmt auch in deiner.

So wird mein heutiger Artikel eine Mischung aus der eigenen Erfahrung und sofort umsetzbaren Tipps für dich.

Wofür bin ich in meinem Leben dankbar?

Es klingt so banal wie abgedroschen: Für wirklich jede Erfahrung! Denn sie haben mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Ja na klar gibt es da auch Ereignisse, auf die ich gerne verzichtet hätte. Doch würde ich dann heute dort stehen, wo ich stehe? Ich greife mal ein paar – für mich – zentrale Punkte raus.

Außerdem bin ich für das große Vertrauen dankbar, dass mir in meinem Leben immer wieder begegnet. Es begann schon in meiner Jugend, dass sich meine Freunde mit ihren Problemen mir anvertrauten. An sich wäre da ja mein heutiger Weg schon vorgezeichnet gewesen …

Doch es kam anders als ich dachte. Als ich 14 war, starb mein Vater. Gerade 16 starb meine Mutter. Ich hatte das große Glück, dass der damalige Lebensgefährte Günter meiner Mutter die Vormundschaft für mich übernommen hat. Er war 50 Jahre älter als ich, was unsere Zeit nicht einfacher machte. Ich bin so froh, dass ich ihm zu Lebzeiten noch meine Dankbarkeit zeigen und sagen konnte.

Ich war 27 Jahre in der öffentlichen Verwaltung tätig. Nach meiner Ausbildung und dem Studium habe ich immer Stellen gehabt, auf denen ich ein hohes Maß an Selbständigkeit leben konnte. Das war nicht selbstverständlich, letztlich habe ich es wohl mit meiner Leistung gerechtfertigt. Eine sehr wichtige Station war am Ende meine Tätigkeit als hauptamtlicher Hochschuldozent. Denn in der Zeit habe ich u.a. ein mündliches Auswahlverfahren konzipiert, dass ich noch heute für das Nieders. Studieninstitut in Kommunalverwaltungen in Niedersachsen anbiete.

Dankbar bin ich pro familia hier in Hannover. Dort war ich 2009/2010 ein Jahr lang neben meinem Hauptjob als Paar- und Sexualberater tätig. Das war für mich der Echttest, ob ich mir die therapeutische Tätigkeit überhaupt dauerhaft vorstellen kann oder eben nicht. Wer hat schon solche Möglichkeiten? Ok, ich habe auch etwas dafür getan.

Die Amara Heilpraktikerschulen sind ebenfalls eine wichtige Station in meinem Leben. Nachdem ich 2004 dort meinen Prüfungsvorbereitungskurs zum Heilpraktiker für Psychotherapie absolviert hatte, bin ich dort seit 2011 als Dozent für systemische Therapie tätig. Dort biete ich auch einen Kurs zur Praxisführung und Rechnungserstellung für Heilpraktiker für Psychotherapie an 😉

2013 habe ich noch eine Coachingausbildung bei Sabine Asgodom im lösungsorienterten Kurzcoaching absolviert. Ich hätte anfangs nicht gedacht, dass mich das noch einmal so nachhaltig in meiner Ausrichtung unterstützt. Seit Ende 2014 bin ich dort auch als Lehrcoach tätig, was mir ebenfalls sehr viel Freude bereit, denn lehren, Wissen auf Augenhöhe weiterzugeben erfüllt mein Herz mit Freude und eben Dankbarkeit.

Danken möchte ich noch weiteren Kolleginnen und Kollegen, die mich ausgebildet haben: Ingeborg Oelmann für die umfassende Ausbildung in systemischer Therapie, Ursula Bugari aus der Schweiz für das Erlernen des Theta-Healings®, Ulrich Clement für seine hervorragenden Ansätze als systemischer Paar- und Sexualtherapeut, die meine Arbeit als Paartherapeut und Beziehungs-Coach sehr geprägt haben und Dr. Michael Bohne für vor allem das Selbstwerttraining im PEP – der Prozess- und Embodimentfokussierten Psychologie aber auch die Klopftechnik darin, dies ist ein fester Bestandteil meiner Arbeit geworden.

Seit Oktober 2010 habe ich meine eigene Praxis in Hannovers Innenstadt. Und die größte Dankbarkeit verspüre ich gegenüber meinen Klienten. Für ihr Vertrauen und ihre Öffnung!

Was hat sich durch mehr Dankbarkeit in meinem Leben verändert?

Wow, da ist meine Antwort auf die vorherige Frage doch deutlich länger ausgefallen, als ich zunächst dachte … So wird mir erst bewusst, wie groß in mir die Dankbarkeit ist.

Was sich dadurch für mich verändert hat? Ich bin zufriedener in meinem Leben. Und ich kann auf all die Stationen schauen, selbst auf die, die wir normalerweise als nicht so schön ansehen, und stelle fest: Ich habe meinen Frieden damit gefunden. Und ganz wichtig: Ich spüre eine große Dankbarkeit mit selbst gegegenüber.

Wie mir Dankbarkeit geholfen hat, meine Ziele zu erreichen

Durch diesen Frieden, den ich in mir spüre, muss ich mich nicht mehr (laufend) mit meiner Vergangenheit beschäftigen. Ich bin nicht im Groll sondern im Reinen und das hilft mir, mich auf meine Gegenwart zu konzentrieren.

Natürlich läuft da nicht immer alles rund. So neige ich aufgrund meiner vielseitigen Interessen dazu, mich manchmal zu verzetteln. Und ich habe auch schon viel ausprobiert, was nicht funktioniert hat. Dankbarkeit ist als keine Erfolgsgarantie geschweige denn ein Erfolgsgeheimnis. Und Dankbarkeit hat mich nicht zu einem besseren oder schlechteren Menschen gemacht. Darum geht es auch gar nicht.

Meine Dankbarkeit hilft mir, die vielen kleinen und größeren Ziele zu sehen, die ich erreicht habe. Ich kann darauf aufbauen und letztlich auch auf diese Erfahrungen vertrauen.

Das macht es mir leichter, neue Ziele so zu gestalten, dass sie für mich erreichbar sind. Ich habe halt das Wissen, was für mich geht und was nicht. Und ich mache trotzdem jeden Tag neue Erfahrungen und lerne stetig dazu.

Dankbarkeit hat mich zielstrebiger gemacht. Denn ich weiß nun, was mir in meinem Leben wichtig ist. Und dann ändere ich meine Ausrichtung und richte meine Ziele darauf aus. Das war einer der Gründe, warum ich meinen Beamtenstatus auf Lebenszeit aufgegeben habe. Ich wusste, was mir nun wichtiger war. Und bereue es keinen Tag.

Tipps, wie du Dankbarkeit in deine Beziehung lebst

Ich könnte dir jetzt so viele Dinge darüber hinaus zu diesem Thema schreiben und dir die besten 100 Tipps schreiben. Doch aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es meist besser ist, klein zu beginnen. Das ist immer besser, als gar nicht zu beginnen 😉

So möchte ich dir heute 3 Tipps geben, die du leicht umsetzen und in deinen Beziehungsalltag integrieren kannst:

  1. Wofür bist du deinem Partner dankbar? Schau einmal bewusst auf die kleinen Dinge gerade im Alltag. Hat er dir ein Bild, dass dir sehr wichtig war, gleich ohne Murren aufgehängt? Oder dich nachts ohne genervt zu sein von der Haltestelle abgeholt? Sag ihm Danke dafür! Nicht mehr und nicht weniger … Zeig deine Dankbarkeit und sprich sie hin und wieder auch aus. Und vielleicht lernt dein Partner in diesem Punkt von dir. Das sollte aber nicht das Ziel sein 😉
  2. Schreibe dir einmal auf, welche Stärken dein Partner hat, für die du dankbar bist. Bitte deinen Partner das Gleiche zu tun. Und dann lest sie euch gegenseitig vor. Bedanke dich am Ende und beobachte einmal, was es mit dir und deinem Partner macht. In meiner Praxis sind die Ergebnisse immer wieder verblüffend.
  3. Welchen Menschen bist du in deinem Leben dankbar? Welche haben dich geprägt? Schreibe dir einmal eine Liste mit all den Namen und Ereignissen auf. Und damit du künftig nicht lange überlegen musst: Führe doch ein Dankbarkeitstagebuch. Entweder am Abend oder zu Beginn des neuen Tages.Und immer, wenn du einem der Menschen deiner Liste begegnest, bedanke dich. Ohne große Begründung. Einfach so.

Vielleicht fragst du dich, was Punkt 3 mit deiner Beziehung zu tun haben. Kannst du dir vorstellen, dass, wenn du zufriedener mit dir selbst bist, dies einen Einfluss auf deine Beziehung haben kann? Es ist keine Garantie, doch hilft es ungemein für einen entspannteren Umgang.

Probiere es aus und du wirst feststellen, wie sich dein Fokus und deine Zufriedenheit verändert. Die blöden Dinge in deinem Leben werden weiterhin blöd bleiben. Doch du wirst den Fokus auf die schönen Dinge legen und daraus eine Kraft ziehen, die dir bei den blöden Dingen hilft.

Und bitte: Es geht mir nicht um eine platte Version des positiven Denkens. Sondern letztlich „nur“ darum, dass du dir deiner Selbst und deines Lebens bewusster wirst.

Dabei wünsche ich dir viel Spaß und Freude!

Weitere Tipps

Mara Stix hat ebenfalls einen Artikel zum Thema geschrieben. Hier findest du weitere Inspirationen für dich: marastix.com/blog-parade-dankbarkeit/.

Sobald der zusammenfassende Artikel von ihr zur Blogparade erschienen ist, werde ich diesen hier in den Artikel noch einpflegen. Und ich werde dich darüber über meine Social Media-Auftritte informieren.

Welche Erfahrungen oder Fragen hast du?

Teile mir diese per Mail mit. Oder hast du Fragen? Schick sie mir, ich beantworte sie gerne, vielleicht auch (anonym) als Blogartikel!

Alles Liebe

Olaf

 

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