Die Liebe in Zeiten von Corona … es mag vielleicht etwas makaber klingen, wenn ich mit dieser Überschrift auf den Roman von Gabriel García Márquez anspiele.
 
Doch ich möchte gerne einen ausgewogenen Blick auf das Thema lenken, da es aktuell und wahrscheinlich noch eine Weile einen riesigen Einfluss auf unser Leben hat. Denn so sehr ist unser öffentliches Leben seit ganz langen Zeiten nicht mehr beeinflusst und – für viele gefühlt – eingeschränkt worden.
 
Viele Dinge, die bisher normal für uns waren und auch ein klein wenig Ablenkung vom Alltag bedeuteten, sind gerade nicht möglich. Sei es zu Konzerten oder Sportveranstaltungen zu gehen, sich entspannt ins volle Kaffee in die Sonne zu setzen oder einen genussvollen Tag in der öffentlichen Sauna zu verbringen.
 
Für mich gibt es immer 2 Seiten einer Medaille. Also gibt es eben neben den vielfältigen (gefühlten) Einschränkungen genauso neue und verbindende Möglichkeiten.
 
Darauf lege ich in diesem Artikel den Schwerpunkt. Denn ich muss dir nicht erzählen, was du gerade alles nicht machen kannst, denn das spürst du selbst. Auch wenn du dich natürlich fragen kannst, wann du überhaupt das letzte Mal im Theater, Kino oder bei einem Basketballspiel warst. Aber dazu später mehr.
 
Und doch möchte ich bei allem positiven Impulsen, die ich dir noch liefern werde, zunächst einmal auf die Emotionen eingehen, die uns aktuell am stärksten negativ beeinflussen.
 

Panik und Angst verstehen

Wie du vielleicht weißt, bin ich eben nicht nur Love-Coach, sondern habe als Heilpraktiker für Psychotherapie auch einen Blick darauf, was das mit unserer Psyche macht.
 
Und so ist es mir wichtig, dass wir nicht in Panik verfallen. Panik lähmt uns, wir handeln nur noch aus dem reinen Urinstinkt und der passt in heutigen Zeiten meist nicht mehr zu unserer Umwelt. Wenn du einmal bei einem dir nahstehenden Menschen oder an der eigenen Haut gespürt hast, was eine Panikattacke mit uns macht, dann ist es wichtig, aktiv etwas zu tun, damit dir und deinen Liebsten das eben gerade nicht geschieht.
 

Aktiv mit Angst umgehen

Ja, du darfst Angst haben. Das ist eine normale menschliche Reaktion. Wenn du diese Angst (an-)nimmst und schaust, was du aus dieser Angst heraus benötigst, um wieder mehr Sicherheit zu spüren, dann gehst du aktiv damit um. Wenn dich deine Angst aber überrollt und du dieser nichts entgegen stellen kannst, dann kann es weiter bis in eine panische Handlung gehen.
 
Was den meisten Menschen hilft, ist ihr emotionales Ventil zu nutzen, um danach wieder klare Entscheidungen treffen zu können. Du hast bestimmt auch schon eines, vielleicht ist es dir nur noch nicht bewusst. Mir geht es darum, dass du es bewusst nutzen kannst.
 

Beispiele für emotionale Ventile

  • Sport treiben, sei es Joggen, Fahrrad fahren, Kickboxen oder was auch immer deins ist bzw. gerade überhaupt noch möglich ist (wenn wir Ausgehsperren bekommen sollten, dann bleiben eben Liegestütze, Situps und vieles anderes, was du in deiner Wohnung machen kannst)
  • einen Spaziergang in der Natur machen, das erdet mich zum Beispiel ungemein
  • Musik hören (das ist ebenfalls mein großes Ventil) oder zu lauter Musik tanzen
  • meditieren oder Tagebuch schreiben (ja, es geht auch still)
  • die Anspannung und Angst rausschreien oder rausschreiben
  • bewusstes, tiefes Atmen …
 
In den nächsten Tagen werde ich dir 3 einfach integrierbare Möglichkeiten zeigen und erklären. Denn das bewusste Nutzen von emotionalen Ventilen finde ich extrem wichtig und unterstützend – auch außerhalb einer Pandemie.

In dem Video geht ich auf einzelne Aspekte noch einmal detaillierter ein, es ist also nicht eine bloße Wiedergabe des Artikels, sondern basiert darauf …

Du möchtest die Folge lieber hören?

Kein Problem! Du kannst dir die Videos auch anhören. Auf iTunes und Spotify – natürlich in guter Qualität. Hier findest du die Folge 79 meines Podcasts:

Wie hilft dir ein positives Mindset?

Ob wir uns glücklich fühlen oder nicht, hängt zu 90 % von unseren eigenen Gedanken ab. Also davon, wie wir unsere Außenwelt wahrnehmen und verarbeiten. Dies ist ein Ergebnis einer Studie der Harvard Universität.
Die äußeren Umstände sind nur zu zehn Prozent ausschlaggebend für das langfristige Glück eines Menschen.
 
Shawn Achor
Es gibt den Ausspruch “Dental schlägt Mental” von Dr. Helmut Fuchs. Täglich kümmern wir uns um unsere Zahnpflege (was ja auch gut ist), aber eben nicht darum, was und wie wir denken. Die mentale Pflege unserer Gedanken fehlt.
 
Somit ist es wichtig, dass wir unser Gehirn wie einen Muskel darauf trainieren, uns im Alltag auf das Positive zu konzentrieren. Gerade und erst recht in diesen Zeiten.
 
Damit wir uns nicht missverstehen: Es geht mir nicht darum, in allem nur das Positive zu sehen. Oder dir zu sagen „Du musst nur positiv denken, dann hast du ein schönes Leben.“ Das wäre viel zu kurz gedacht.
 
Wenn du mich schon ein wenig kennst, weißt du, dass es mir natürlich darum geht, dass du den Blick auf das Positive, auf das was Gutes vorhanden ist lenkst. Und dabei schaust, was gerade machbar und beeinflussbar ist. Auf der anderen Seite finde ich es genauso wichtig, die Dinge wahrzunehmen, die nicht laufen oder gerade nicht möglich sind.
 
Eben beide Seiten wahrnehmen, sonst würden wir einen Teil versuchen wegzudrücken, was so gut wie nie Regel gelingt bzw. auf Dauer nicht gesund ist. Doch dann ist es wichtig, den Fokus auf das Positive und Machbare zu lenken, das gibt dir die Kraft zum Handeln. Der Fokus auf das nicht Machbare lähmt.
 
Dafür haben wir unseren Verstand, dass er uns dabei hilft und unterstützt. Du musst ihn halt nur nutzen 😉 Und dich immer wieder daran erinnern.
 
Der Vorspann ist nun länger geworden, als ich zu Beginn dachte. Doch mir ist es wichtig, dir nicht ein Flickenteppich hinzulegen, den du später für dich zusammensetzen musst 
 

Den Kopf leeren

Alles was ich hier beschreibe, machst du am besten mit deinem Partner und deiner Partnerin gemeinsam.
 
Denn die Isolation, die wir durch Lockdown, Quarantäne und Schulschließungen gerade erleben, sind schon eine besondere Herausforderung. Was ist denn dann die Chance? Hast du dir nicht auch schon einmal gesagt
Wenn ich mal die Zeit hätte, dann würde ich 
Jetzt steht dir diese gerade vielleicht gezwungenermaßen zur Verfügung. Und was macht unser brillanter Verstand? Er lenkt uns auf die Dinge, die wir gerade nicht machen können.
 
Deswegen schreib doch all die Punkte auf, die dir jetzt gerade in den Geist kommen, die aber aktuell nicht machbar sind. Nenn es die Liste der Dinge, die du bzw. ihr nach Corona machen wollt. So gibt es einen Parkplatz für die Ideen.
 
Bei vielen Paaren erlebe ich, dass sie gar nicht mehr wissen, was sie in der Paarzeit als Paar miteinander machen sollen. So habt ihr für die Zeit, wenn sich wieder alles entspannt und die Lage stabil geworden ist, jede Menge Ideen …
 

Die Liebe in Zeiten von Corona: Was geht jetzt?

Jetzt wo die ablenkenden Gedanken einen Platz gefunden haben, geht es nun darum, eine gemeinsame Liste mit den Dingen zusammen zu stellen, die du bzw. ihr gerne miteinander machen möchtet. Warum noch eine Liste? Damit ihr in den Momenten, wo euch anscheinend die Ideen ausgehen, jederzeit darauf zurückgreifen könnt. Wenn der Lagekoller entsteht und die Gedanken nicht so frei fließen 😉
 
Unterteilt dieses danach, was jede/r für sich tun will, was als Paar und was als Familie, wenn ihr Kinder habt.
 

10 konkrete Ideen als Inspiration

 

1) Zeit für die Selbstreflexion:

    • Wo stehe ich gerade in meinem Leben, wo will ich hin?
    • Wie glücklich & zufrieden bin ich mit meiner Beziehung? Wofür bin ich dankbar?
    • Wo wünsche ich mir Veränderung? Und welche konkret?
    • Was möchte ich noch gerne gemeinsam mit meiner Partnerin, meinem Partner erleben?

2) Zeit für gemeinsame Gespräche: Über die Erkenntnisse aus der Selbstreflexion oder jedes andere Thema, was gerade für dich bzw. euch wichtig ist. Versucht dabei nur so konkret wie möglich zu werden und begrenzt die Zeit, damit ihr euch nicht zerfranst.

3) Kurzreflexion als Paar aber auch Familie: Was beschäftigt jeden gerade am meisten? Was wünschst und benötigt jede/r gerade? Maximal 15 Minuten, mehr muss es nicht sein.

4) Spaß miteinander haben, macht was Spielerisches/Verrücktes. Probiert als Paar Neues in eurer Sexualität aus, indem ihr euch zum Beispiel ausgiebig Zeit nehmt, die Körper neu entdeckt, euch massiert und noch so vieles mehr … oder lest euch gegenseitig aus euren Lieblingsbüchern (okay vielleicht nicht unbedingt VWL für Dummies) vor.

5) Holt die Spiele raus … gerade, wenn ihr Kinder habt, können Gesellschaftsspiele eine gute Alternative sein.

6) Legt einen Filmtag ein – schaut nicht das, was gerade im Fernsehen läuft. Vor allem nicht (die ganze Zeit) die Nachrichten, denk an das positive Mindset. Welchen Film oder welche Serie wolltet ihr schon immer sehen? Und habt den Film vielleicht im Kino verpasst?

7) Genießt die Zeit zu Zweit: Macht, solange wir noch vor die Tür dürfen, gemeinsame Spaziergänge. Nehmt euch eine Picknickdecke und sucht euch einen Platz für euch alleine mit etwas leckerem zu Essen.

8) Sind die Fenster trüb zu Hause? Ihr könnt den Frühjahrsputz vorziehen und so für einen klaren Durchblick sorgen, indem ihr die Fenster putzt und euer Zuhause reinigt. Extra-Tipp für Paare: probiert mal Nacktputzen 😉 oder pro gereinigten Raum gibt es ein Kleidungsstück weniger …

9) Holt die Fotos raus und sortiert diese. Das geht sowohl mit den elektronischen Versionen als auch mit all den Papierfotos. Wollt ihr diese noch einkleben? Welche können weg und und und … also Zeit für Dinge, die lange liegengeblieben sind.

10) Plant Projekte rund um euer Zuhause. Wie wollt ihr den Balkon/Garten gestalten? Wo müsste mal wieder ausgemistet werden und wo wäre mal wieder eine Renovierung angesagt. Wenn ihr alles zu Hause habt, was ihr dafür benötigt: Macht einen konkreten Plan und los geht es. Kinder kann man übrigens meist gut mit einplanen … so wird es eine Familienaktion, die verbindet.

Umgang mit dem Hausarrest – Projekt mit Marisa Schmid

Was stärkt die Liebe in der Krise? Was bedeutet Spiritualität und wie hilft diese in diesen Zeiten? Und was könnt ihr aktiv als liebendes Paar tun, damit ihr eben stark wie nie aus dieser Zeit kommt? Gemeinsam mit Marisa Schmid – die als mediale Beraterin, spirituelle Lehrerin und Medium tätig ist – habe ich 2 Teile des Podcasts aufgenommen – dies ist Teil 2 ♥️

Darüber sprechen wir in dieser Folge

  • Was bedeutet Spiritualität eigentlich?
  • Und was das mit Achtsamkeit und respektvollem Umgang zu tun hat …
  • Was ist ein gesunder Egoismus und wie hilft uns dieser in der Abgrenzung?
  • Umgang mit den Unterschiedlichkeiten
  • miteinander wachsen
  • neugierig aufeinander und offen bleiben
  • Dinge offen ansprechen
  • alte Ängste – wie die vor Ablehnung – und Glaubenssätze aktiv auflösen und verändern
  • und vieles mehr …

Hier findest du alles Links zu Marisa und Teil 1

Teil 1 findest du in ihrem Podcast und auf ihrem Youtube-Kanal:

Nun bin ich gespannt, wie es dir mit dieser Folge ging! Möchtest du dir weitere Gespräche in dieser Form? Wen würdest du gerne in meinem Podcast hören? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Nun zu dir: Was sind deine Ideen, was willst du umsetzen?

Theorie ist solange Theorie bis ihr es anfangt umzusetzen und auszuprobieren. Bekommt Neugierde darauf, wie es euch mit den Dingen gehen wird. Und probiert euch aus.
 
Schreib in den Kommentar, welche Idee(n) du umsetzen willst und was du auch an eigenen hast.
 
Dies wird eine kleine Serie, da uns das Thema noch eine längere Zeit beschäftigen wird. So werden die Maßnahmen weltweit aber auch hier in Deutschland von Tag zu Tag drastischer, wenn es darum geht, wie frei wir uns aktuell bewegen können.
 

Weitere Impulse für deine Liebe

  • Was könnt ihr tun, wenn es knallt und wie es erst gar nicht dazu kommen muss?
  • Wie geht ihr mit Stress zu Hause um? 3 emotionale Ventile – die euch dabei helfen.
  • Mit welchen Übergängen die Arbeit im Home Office gelingt.
Was hilft dir durch diese Zeiten? Welche Frage ist für dich offen geblieben? Rein damit in den Kommentar 🙂
 
Alles Liebe, bleib gesund und mach das Beste aus dieser besonderen Zeit!
OIaf

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